Politikverdrossenheit in der Bundesrepublik Deutschland

 

Hinweis: Mein eigenes Buch ist als PDF verfügbar und steht deshalb nicht im Handapparat: http://kai-arzheimer.com/politikverdrossenheit.pdf

Ziele und Inhalte

  • Überblick über Geschichte und Probleme des Verdrossenheitsbegriffs
  • Kenntnis alternativer Konzepte
  • Kenntnis der Ergebnisse von und kritische Auseinandersetzung mit empirischen Studien in diesem Bereich

Ihre Pflichten

  • Für alle: Regelmäßige Teilnahme, Mitarbeit im Seminar
  • ‘Modulleistung’, ‘Schein’:
    • Hausarbeit mit Bezug auf eine klare Fragestellung
    • Entsprechend den üblichen Vorgaben (politik.uni-mainz.de)
    • Abgabefrist entsprechend Institutsrichtlinie
  • Von Woche zu Woche sind Texte vorzubereiten. Ohne Vorbereitung ist eine Teilnahme weder sinnvoll noch möglich.
  • Plagiate sind ein schwerwiegender Verstoß gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Plagiierte Arbeiten werden mit „ungenügend“ bewertet und an den Studiendekan/Prüfungsausschuß weitergeleitet

Themen

Termin

Thema

Literatur

23.10.

Einführung (Print)

Arzheimer, 2002, S. 16-32

30.10.

Vorformen und Forschungsliteratur (Print)

Arzheimer, 2002, S. 32-60+X

06.11.

Alternative Konzepte

Arzheimer, 2002, S. 176-204, Norris, 1999

13.11.

Abkehr von den Parteien?

Niedermayer, 2013

20.11.

Parteiidentifikation

Dassonneville, Hooghe und Vanhoutte, 2012

27.11.

Politisches Vertrauen

Fuchs, Gabriel und Völkl, 2002

04.12.

Nichtwähler

Caballero, 2005

11.12.

Protestwahl? Die Wahl extremistischer Parteien nach der Wiedervereinigung

Arzheimer, 2005

18.12.

Die Rolle der Medien

Wolling, 1999

08.01.

Performanz des Systems

Trüdinger, 2005

15.01.

Jugend in Ostdeutschland

Pickel, 2006

22.01.

Die Schuld der Politiker?

Allen und Birch, 2012

29.01.

Wutbürger? Wer war gegen Stuttgart 21? (Print)

Baumgarten und Rucht, 2013

05.02.

Mediation als Mittel gegen ’PV’? (Print)

Brettschneider, 2013

Wichtige Zeitschriften (Auswahl)

  • German Politics
  • Government and Opposition
  • Party Politics
  • Politische Vierteljahresschrift
  • Zeitschrift für Parlamentsfragen

Literatur

Grundlagen

Arzheimer, Kai (2002). Politikverdrossenheit. Bedeutung, Verwendung und empirische Relevanz eines politikwissenschaftlichen Begriffes. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Maier, Jürgen (2000). Politikverdrossenheit in der Bundesrepublik Deutschland. Dimensionen – Determinanten – Konsequenzen. VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Wolling, Jens (1999). Politikverdrossenheit durch Massenmedien? Der Einfluß der Medien auf die Einstellungen der Bürger zur Politik. Opladen, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Pflichtlektüre

Allen, Nicholas und Sarah Birch (2012). “On either side of a moat? Elite and mass attitudes towards right and wrong”. In: European Journal of Political Research 51.1, S. 89–116. doi: 10.1111/j.1475- 6765.2011.01992.x.

Arzheimer, Kai (2005). “Die Wahl extremistischer Parteien”. In: Handbuch Wahlforschung. Hrsg. von Jürgen W. Falter und Harald Schoen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 389–421.

Baumgarten, Britta und Dieter Rucht (2013). “Die Protestierenden gegen ’Stuttgart 21’. Einzigartig oder typisch?” In: Stuttgart 21. Hrsg. von Frank Brettschneider und Wolfgang Schuster. Springer, S. 97–125. doi: 10.1007/978-3-658-01380-6_2.

Brettschneider, Frank (2013). “Die ’Schlichtung’ zu ’Stuttgart 21’ –Wahrnehmungen und Bewertungen durch die Bevölkerung”. In: Stuttgart 21. Hrsg. von Frank Brettschneider und Wolfgang Schuster. Springer, S. 185–208. doi: 10.1007/978-3-658-01380-6_6.

Caballero, Claudio (2005). “Nichtwahl”. In: Handbuch Wahlforschung. Hrsg. von Jürgen W. Falter und Harald Schoen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 329–365.

Dassonneville, Ruth, Marc Hooghe und Bram Vanhoutte (2012). “Age, Period and Cohort Effects in the Decline of Party Identification in Germany: An Analysis of a Two Decade Panel Study in Germany (1992-2009)”. In: German Politics 2, S. 209–227.

Fuchs, Dieter, Oscar W. Gabriel und Kerstin Völkl (2002). “Vertrauen in politische Institutionen und politische Unterstützung”. In: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 31.4, S. 427–450.

Niedermayer, Oskar (2013). “Keine Parteienverdrossenheit, aber Parteienkritik”. In: Abkehr von den Parteien? Hrsg. von Oskar Niedermayer, Benjamin Höhne und Uwe Jun. Springer, S. 45–65. doi: 10. 1007/978-3-658-02409-3_2.

Norris, Pippa (1999). “Introduction: The Growth of Critical Citizens?” In: Critical Citizens. Global Support for Democratic Government. Hrsg. von Pippa Norris. Oxford u.a.: Oxford University Press, S. 1–27.

Pickel, Gert (2006). “Die ostdeutsche Jugend – im deutschen Vergleich besonders verdrossen oder auf dem Weg in eine gemeinsame politische Kultur?” In: ‘Voll normal’. Der Beitrag der politischen Soziologie zur Jugendforschung. Hrsg. von Edeltraud Roller, Frank Brettschneider und Jan van Deth. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 99–131.

Trüdinger, Eva-Maria (2005). “Rechtfertigung durch Leistung? Performanzbasierte politische Orientierungen in Deutschland”. In: Wächst zusammen, was zusammen gehört? Hrsg. von Oscar W. Gabriel, Jürgen W. Falter und Hans Rattinger. Baden-Baden: Nomos, S. 189–220.