Europa als Wertegemeinschaft? Ost und West im Spiegel des „Schwartz Value Inventory“
If you are interested in the distribution of value orientations within Europe (Western, Central, Eastern), and if you read German (I know that is a lot to ask for), the following chapter draft might be of interest (PDF). The final version will appear in Silke I. Keil/Jan W. van Deth (Eds.): Deutschlands Metamorphosen. Einheit und Differenzen in europäischer Perspektive. Nomos: Baden-Baden, 2011. And yes, I do realise that this provides a somewhat ironic corollary to my previous post on the potential futility of political culture research.
Europa als Wertegemeinschaft? Ost und West im Spiegel des „Schwartz Value Inventory“
1 Einleitung und Fragestellung
Werte bzw. Wertorientierungen gehören zu den zentralen Konzepten der vergleichenden Politikwissenschaft. Von Beginn der Umfrageforschung an wurden die Orientierungen gegenüber den zentralen Werten ihrer jeweiligen Gesellschaft immer wieder empirisch untersucht. Seit den 1970er Jahren wurde dabei zumeist auf die von Ronald Inglehart (u. a. 1971; 1989; 1997) entwickelten Konzepte und Instrumente zurückgegriffen, insbesondere auf die verkürzte Variante seiner Wertebatterie („Inglehart-Index“), die nicht nur in zahllosen nationalen, sondern auch in der Mehrzahl der großen internationalen Einstellungsstudien routinemäßig mitläuft (z. B. Eurobarometer, ISSP, EES, EVS, WVS).