ADAV, APO, Attac – Soziale Bewegungen in Deutschland

 

Ablauf und Literatur

 

28.10. Seminarüberblick, Grundbegriffe, Grundlagen. Zur Nach- und Vorbereitung: Esser 1996: 92-102; 112-113; 119-140

II. Theoretische Grundlagen

04.11. Allgemeine Grundlagen: siehe oben
Structural Strains: Gurr 1970: Kapitel 2, McAdam: Kapitel 1
11.11. Cultural Identity: Polletta/Jasper 2001; Framing Benford/Snow 2000
18.11. Ressourcenmobilisierung: McCarthy/Zald 1977; Political Opportunity Structures: Kitschelt 1986, Meyer/Minkoff 2004: 1457-1464

III. Bewegungen in Deutschland

25.11. Die Arbeiterbewegung: Grebing 1993: 15-63 als Überblick; Prüfer 1999 und von Saldern 1990 zu ausgewählten Aspekten
02.12. Rechte Bewegungen und der Aufstieg des Nationalsozialismus I: Heberle 1963: 7-23, 30, 134-171; Puschner 2001: 10-14, 263-288
09.12. Rechte Bewegungen und der Aufstieg des Nationalsozialismus II: Anheier 1996
16.12. Neue Soziale Bewegungen I: Koopmans 1995: 85-103, 109-155
06.01. Neue Soziale Bewegungen II: Koopmans 1995: 157-227
13.01 Rechtsextremismus als soziale Bewegung?: Koopmans/Rucht 1996 und Koopmans/Olzak 2004
20.01 Bürgerbewegung in der DDR und den neuen Ländern I: Bruckmeier 1993 (zur Einführung) und Opp 1997 Kapitel 1+2.
27.01 Bürgerbewegung in der DDR und den neuen Ländern II: Opp 1997: 59-65, 81-142
03.02. Bürgerbewegung in der DDR und den neuen Ländern II: Opp 1997: 143-157, 181-229
10.02. Globalisierungsgegner als soziale Bewegung? Das Beispiel ATTAC: Baus/von Wilamowitz-Moellendorff 2004

IV. Fazit

17.02. Abschlußdiskussion: Der Stellenwert sozialer Bewegungen und die Erträge der Bewegungsforschung: Rucht 2003

 

Formales zum Scheinerwerb

  1. Sie beteiligen sich am Seminargespräch. Voraussetzung dafür ist die Lektüre der Pflichttexte, die zu jeder Sitzung angegeben sind. „Pflichttexte“ bedeutet: Die Lektüre ist verbindlich, deshalb überprüfe ich gelegentlich Ihren Kenntnisstand.
  2. Auch mit einer „Entschuldigung“ dürfen Sie maximal zwei Sitzungen versäumen (Studienordnung §10/11).
  3. Sie fertigen eine Hausarbeit an, die in thematischem Zusammenhang mit dem Seminar steht. Die Arbeit muß eine explizite Fragestellung verfolgen.

 

Formales zur Hausarbeit

  1. Gliederung, Zitierweise, Literaturverzeichnis etc. bitte entsprechend den üblichen Standards (vgl. zum Beispiel http://www.kai-arzheimer.com/Lehre-BRD/ha.html )
  2. Schriftart: Times, Schriftgröße: 11 Punkt (für Fußnoten 10 Punkt), Zeilenabstand: anderthalbfach, für Fußnoten und Literaturverzeichnis einfach, Satz: Blocksatz mit automatischer Silbentrennung, Umfang: ca. 7.000-9.000 Worte, was bei diesen Einstellungen etwa 20-25 reinen Textseiten entspricht. Eine Vorlage für WinWord mit entsprechenden Einstellungen finden Sie hier: http://www.kai-arzheimer.com/Vorlage-HS.doc
  3. Die Arbeit kann und soll nach Absprache mit mir bereits während des Semesters begonnen werden.
  4. 4.       Letzter Abgabetermin: Montag, 14. März 2005. Eine Verschiebung des Termins ist nicht möglich.

 

Literatur

Anheier, Helmut und Thomas Ohlemacher (1996). Aktivisten, Netzwerke und Bewegungserfolg. Die Einzelmitglieder der NSDAP, 1925-1930. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 48: 677-703.

Baus, Ralf Thomas und Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff (2004). Globalisierungsdebatte III: ATTAC – Die neue außerparlamentarische Opposition? Sankt Augustin, Konrad-Adenauer-Stiftung http://www.kas.de/db_files/dokumente/arbeitspapiere/7_dokument_dok_pdf_4414_1.pdf

Benford, Robert D. und David A. Snow (2000). Framing Processes and Social Movements:  An Overview and Assessment. Annual Review of Sociology 26: 611-640.

Bruckmeier, Karl (1993). Vorgeschichte und Entstehung der Bürgerbewegungen 1989-1991. In: Gerda Haufe und Karl Bruckmeier (Hrsg.): Die Bürgerbewegungen in der DDR und in den ostdeutschen Bundesländern. Opladen, Westdeutscher Verlag: 9-28.

Esser, Hartmut (1996). Soziologie. Allgemeine Grundlagen. Frankfurt/Main, New York, Campus.

Grebing, Helga (1993). Die deutsche Arbeiterbewegung zwischen Revolution, Reform und Etatismus. Mannheim u.a., BI-Taschenbuchverlag.

Gurr, Ted Robert (1970). Why Men Rebel. Princeton, Princeton University Press.

Heberle, Rudolf (1963). Landbevölkerung und Nationalsozialismus. Eine soziologische Untersuchung der politischen Willensbildung in Schleswig-Holstein 1918 bis1932. Stuttgart, Deusche Verlags-Anstalt.

Kitschelt, Herbert (1986). Political Opportunity Structures and Political Protest. Anti-Nuclear Movements in Four Democracies. British Journal of Political Science 16: 57-85.

Koopmans, Ruud (1995). Democracy from Below. New Social Movements and the Political System in West Germany. Boulder, San Francisco, Oxford, Westview.

Koopmans, Ruud und Dieter Rucht (1996). Rechtsradikalismus als soziale Bewegung? In: Jürgen W. Falter, Hans-Gerd Jaschke und Jürgen Winkler (Hrsg.): Rechtsextremismus. Ergebnisse und Perspektiven der Forschung (=PVS Sonderheft 27). Opladen, Westdeutscher Verlag: 265-287.

Koopmans, Ruud und Susan Olzak (2004). Discursive Opportunities and the Evolution of Right-Wing Violence in Germany. American Journal of Sociology 110(1): 198-230.

McAdam, Doug (1999). Political process and the Development of Black Insurgency 1930-1970. 2. Auflage. Chicago, Chicago University Press.

McCarthy, John D. und Mayer N. Zald (1977). Resource Mobilization and Social Movements: A Partial Theory. American Journal of Sociology 82: 1212-1241.

Meyer, David S. und Debra C. Minkoff (2004). Conceptualizing Political Opportunity. Social Forces 82: 1457-1492.

Opp, Karl-Dieter (1997). Die enttäuschten Revolutionäre. Politisches Engagement vor und nach der Wende. Opladen, Leske und Budrich.

Polletta, Francesca und James M. Jasper (2001). Collective Identity and Social Movements. Annual Review of Sociology 27: 283-305.

Prüfer, Sebastian (1999). Die frühe deutsche Sozialdemokratie 1863 bis 1890 als Religion. Zur Problematik eines revitalisierten Konzepts. In: Berthold Unfried und Christine Schindler (Hrsg.): Riten, Mythen und Symbole. Die Arbeiterbewegung zwischen “Zivilreligion” und Volkskultur. Leipzig, Akademische Verlagsanstalt: 34-59.

Puschner, Uwe (2001). Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. Sprache – Rasse – Religion. Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Rucht, Dieter (2003). The Changing Role of Political Protest Movements. West European Politics 26(4): 153-178.

von Saldern, Adelheid (1990). Wer ging in die SPD? Zur Analyse der Parteimitgliedschaften in wilhelminischer Zeit. In: Gerhard A. Ritter (Hrsg.): Der Aufstieg der deutschen Arbeiterbewegung. Sozialdemokratie und Freie Gewerkschaften im Parteiensystem und Sozialmilieu des Kaiserreichs. München, Oldenbourg: 161-183.